Die traditionelle Herstellung
Die Komposite Reflexbögen unterscheiden sich von den westeuropäischen Bögen durch Ihre mehrschichtige Fertigung. Die Wurfarme bestehen aus mehreren einzelnen Bauteilen, die aus Horn und Holz zusammengeleimt und mit Knochen versteift werden. Das in Streifen geschnittene Holz wird für eine längere Zeit abgelagert, dann mehrmals gebeizt und trockengelegt. Diese Arbeitsgänge sollten die Flexibilität, Lebensdauer und Klebbarkeit des Materials verbessern. An die Innenseite des vorgespannten Holzes wurde mit großer Kraft ein Bündel aus tierischen Sehnen gepresst. Auf der anderen Seite des Rohlings wurden aus Tierhörnern geschnittene Hornplatten geleimt. Der fertig gestellte Bogen wird zum Schutz vor Nässe mit dünnem Leder ummantelt, und oft mit Motiven verziert. Der Bau eines guten Bogens dauerte früher mindestens ein bis fünf Jahre. Die auf diese Weise gebauten Bögen haben die in der Struktur einfacheren westeuropäischen Bögen in jeder Hinsicht weit übertroffen. Und bilden zum Teil die Vorlage heutiger laminierter Bögen. Aus Kosten- und Zeitgründen werden heute bei den meisten Bögen dieser Art das Horn bzw. die Sehnen durch Fieberglas ersetzt.
Die Reichweite dieser Bögen beträgt je nach Zuggewicht und verwendetem Pfeil etwa 150-300 m.
Die Bögen werden speziell für Sie gefertigt und mit ca. 150 Schuss eingeschossen, um einen evtl. Tillerverlust auszugleichen und natürlich die Haltbarkeit und das korrekte Schussverhalten zu testen. Sie bekommen also einen qualitativ hochwertigen, eingeschossenen, schiessfertigen Bogen.